Interview bei mycomm

Wer steckt hinter mycomm GmbH und wie ticken die einzelnen Teammitglieder und Partner? Wir starten eine kleine Interview-Reihe und stellen uns vor. Hier das erste Interview mit Geschäftsführer Jean-Daniel Roth.

Name: Jean-Daniel Roth

Funktion: Geschäftsinhaber

Gegenstände: Mikrophon, Kochkelle, iPhone

Lieblingsbild: Ich liebe neue Perspektiven

Videoproduktionen Basel - Agentur mycomm GmbH

Was findest du im Moment besonders spannend in den Bereichen Online Marketing und Kommunikation?
Was ich zur Zeit spannend finde ist, dass Suchmaschinenoptimierung heute vor allem über Inhalte läuft. Klar, es gibt immer noch Einstellungen im „head“-Bereich einer Website, die sehr wichtig sind, aber heute gibt Google den Inhalten selbst mehr Gewicht wie früher. Ich begrüße diese Entwicklung sehr, da nun Inhalte, die einen Mehrwert schaffen wieder mehr geschätzt werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist Content Marketing das das neue SEO. Ein spannendes Gebiet, zudem wir auch einen Blogpost veröffentlicht haben „Content Marketing 10 wichtigste Tipps“ (update 30. März 2017).

Wer sind deine Kunden?
Das fängt bei der Swisscom an und hört beim Möbel-Designer auf. Ich schätze die Vielfalt. Kleine und grosse Kunden gibt es für mich nicht. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Menschen, die Herzblut haben für ihr Geschäft und nach Wegen suchen, dieses in einer digitalisierten Welt vorwärts zu bringen. Da helfe ich gerne mit.

Du warst mal Rockmusiker und Radiomoderator? Wie kam es dazu?
Nachdem ich den Lehrerberuf an den Nagel gehängt hatte, um von der Musik zu leben, begann eine 8-jährige Phase mit sehr vielen Jobs und Konzerten. Um die Kasse aufzubessern und meinen Traum zu finanzieren, verkaufte ich am Sonntagmorgen den Sonntagsblick, jobbte als Nachtportier in der Jugendherberge, arbeitete nachts bei der Paketpost und moderierte bei Lokalradios. Das war eine harte Schule, die ich heute nicht missen möchte. Aber nach acht Jahren beschloss ich, mein berufliches Leben neu zu ordnen und meldete mich deshalb bei der Hochschule für Wirtschaft (FHNW) für ein Masterstudium an.

Warum ausgerechnet Kommunikation und Marketing?
Ich realisierte irgendwann, dass sich Marketing und Kommunikation wie ein roter Faden durch mein Leben zog; sei es als Redaktor, Moderator oder auch auf der Bühne. Prozesse, die ich vom Komponieren und Arrangieren von der Musik her kannte, fand ich in anderen kreativen Prozessen wie dem Schreiben, Gestalten, Strukturieren von Prozessen wieder. Diese Parallelen ermöglichten mir bereits gesammelte Erfahrungen in einem anderen Setting neu anzuwenden. Meinen ganz praktischen Erfahrungen wollte ich aber auch ein theoretisches Fundament geben. Deshalb das anschliessende Studium an der Hochschule für Wirtschaft. Ich bin jedoch immer Pragmatiker geblieben und schreibe auch heute noch (hoffentlich) keine Konzepte für die Schublade. In dieser Phase als Künstler habe ich zudem gelernt Chancen, Risiken und Bedrohungen realistisch einzuschätzen und daraus meine Schlüsse zu ziehen. Wenn deine Existenz davon abhängt, dann sind strategische Überlegungen nicht das Dümmste.

Warum hast du eine eigene Agentur gegründet?
Nach dem Studium arbeitete ich unter anderem als Leiter Digital Media bei einem internationalen Hilfswerk und als Kommunikationsleiter bei der Messe Schweiz. Im Herzen war ich aber immer ein Entrepreneur, der selber ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten wollte. So bin ich meinem Herzen gefolgt und habe den Sprung in die Selbstständigkeit nochmals gewagt.